EMOP Berlin – Europäischer Monat der Fotografie 2020

Susanne Emmermann, o.T., 2017, copyright Susanne Emmermann, courtesy f3 – freiraum für fotografie

01. – 31. Oktober 2020

Ausblick auf die EMOP Opening Days und erste Ausstellungs-Highlights

Eröffnung 1. Oktober 2020

EMOP Opening Days 2. – 4. Oktober 2020 Akademie der Künste, Pariser Platz 4

Bereits zum 9. Mal findet im Oktober der EMOP Berlin –European Month of Photography statt und auch in diesem Jahr laden über 100 Galerien, Museen und Kulturinstitutionen dazu ein, den Facettenreichtum des Mediums Fotografie zu entdecken. Traditionell startet der Festivalmonat mit den EMOP Opening Days. Unter dem Motto „Die Fotografie zwischen Kunst, Politik und Massenmedium“ finden vom 2. bis 4. Oktober in der Akademie der Künste am Pariser Platz Panels, Talks und Diskussions-Veranstaltungen zu verschiedenen aktuellen Themen statt:

  • Fragen zur Ausbildung: Wie sieht die Ausbildung für zeitgenössische Fotografie aus? Wie positionieren sich die wichtigsten europäischen Ausbildungszentren?

Panel mit Tina Bara (Fotografin, Professorin HGB Leipzig), Ann-Christin Bertrand (ECAL Lausanne, Kuratorin), Marta Gili (Direktorin ENSP, Arles), Timothy Persons (Galerie Persons Project, Berlin), Linn Schröder (Ostkreuz-Fotografin, Professorin HAW Hamburg, Ostkreuzschule), Frank Schumacher (Lette Verein, Berlin).

  • Die Fotografie und die Institutionen: Welche Rolle spielen Museen, Galerien etc.? Keynote: Thomas Weski (Kurator, Stiftung Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt, Berlin); Panel mit Simone Klein (Gutachterin für Fotografie und Art Advisor, Köln), Robert Morat (Robert Morat Galerie, Berlin), Kito Nedo (Freier Journalist, Berlin), Anne Schwanz (Galerie Office Impart, Berlin), Thomas Seelig (Museum Folkwang, Essen).
  • Fotografie zwischen Kunst und Massenmedium: Diskussionsforumüber aktuelle ästhetische Entwicklungen der Fotografie aus kuratorischer und medien-theoretischer Sicht mit Jörg Colberg (Fotoblog „Conscientious“, USA), Florian Ebner (Centre Pompidou, Paris), Anika Meier (Kunstwissenschaftlerin und freie Autorin, Berlin), Kathrin Peters (Professorin für Geschichte und Theorie der visuellen Kultur, UdK, Berlin), Ingo Taubhorn (Kurator Deichtorhallen, Hamburg).
  • Das Jahr 1990. Die neue (und die alte) Zeit festhalten:Panel mit Florian Ebner (Centre Pompidou, Paris), Anna-Beata Bohdziewicz (Fotografin, Warschau), Ute Mahler (Fotografin, Mitbegründerin Ostkreuz-Agentur, Berlin), Arwed Messmer (Fotograf, Potsdam), Iren Stehli (Fotografin, Prag), Jan Wenzel (Verleger, Hrsg. „Das Jahr 1990 freilegen“, Leipzig). ·Künstlerinnen-Gespräch mit Stefanie Moshammer(Künstlerin und Fotografin, Wien)und Johann König (König Galerie, Berlin)

Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Veranstaltungen rund um die zentrale Ausstellung KONTINENT –Auf der Suche nach Europa: Führungen der KünstlerInnen, Gesprächsrunden sowie Artist-und Book-Talks bieten spannende Einblicke in die fotografische Auseinandersetzung der 23 Mitgliedern von OSTKREUZ –Agentur der Fotografen mit der europäischen Gegenwart.

Erste Ausstellungshighlights:

Ruth & Lotte Jacobi, im Willy-Brandt-Haus: Zu sehen ist das fotografische Werk der beiden Schwestern aus einer der ältesten FotografInnen-Familien im Deutschland der Vorkriegszeit. Während Lotte Jacobi als Repräsentantin der Neuen Fotografie bereits in den 1920ern mit ihren Porträts unter anderem von Albert Einstein, Käthe Kollwitz, Lotte Lenya oder Klaus und Erika Mann berühmt wurde, ist das Werk ihrer Schwester Ruth bis heute weitgehend unbekannt; es umfasst Porträts, Stillleben, Reportage-, Reise-, Pflanzen-und Experimentalfotografien.

Paris zu Fuß, bei argus fotokunst: Der DDR-Fotograf Roger Melis durfte 1982 an die Seine reisen. Während seiner tagtäglichen Fußmärsche durch die Stadt setzte er sich mit berühmten Fotografien dieses Sehnsuchtsortes auseinander. Seine Straßenfotografie zeigt den normalen Pariser Alltag. Gleichzeitig schuf er sein ganz individuelles Porträt von Paris. Das daraus entstandene Buch wurde Kult.

Migration als Avant-Garde, bei C/O Berlin: In seinem Langzeitprojekt (2008–2017) verwebt Michael Danner eigene Fotografien, Archivaufnahmen und Zitate Hannah Arendts assoziativ zu einem visuellen Dialog über eines der ältesten Phänomene der Menschheit: die Bewegung von einem Ort zum anderen. Entstanden ist ein bewegender, kritischer und aufrüttelnder Beitrag über die Grenzen Europas und ein Gegenentwurf zur klassischen Erzählung der Nachrichtenbilder.

Masculinity: Liberation through Photography, im Gropius Bau: In einer Zeit, in der sich klassische Männlichkeitsbilder in der Krise befinden und Begriffe wie „toxische“ und „fragile“ Männlichkeit gesellschaftliche Diskurse prägen, bieten über 300 Arbeiten von 50 internationalen KünstlerInnen ein Panorama der filmischen und fotografischen Auseinandersetzung mit dem Maskulinen in all seiner Widersprüchlichkeit und Komplexität. Mit Werken u.a. von Laurie Anderson, Richard Avedon, Rotimi Fani-Kayode, Peter Hujar, Isaac Julien, Annette Messager sowie Catherine Opie.

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