Ganz oder gar nicht

Der aufstrebende Jungfotograf Lukas Leonte verrät sein Erfolgsgeheimnis in der Hochzeitsfotografie und freut sich auf ein Superjahr 2021.

© Lukas Leonte

Der 26-jährige Linzer Lukas Leonte gilt als einer der Shootingstars in der 2020 durch die Pandemie schwer getroffenen Hochzeitsfotografie. Seit vier Jahren selbstständig, hat sich der Oberösterreicher in rasendem Tempo zu einem der auch international gefragtesten Paarfotografen entwickelt.

„Ich war in der Familie schon immer derjenige, der für die Fotos bei Familienfesten zuständig war. Ich habe die HTL für Elektrotechnik absolviert und auch fast drei Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Ich war jung und brauchte das Geld. Aber ich habe bald gespürt: Das ist nicht meins. Und so habe ich mich intensiv mit Fotografie beschäftigt, weil ich ein kreatives Ventil gesucht habe. Und vor vier Jahren habe ich mir dann gesagt – ganz oder gar nicht und habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht“, erzählt Leonte über seine Anfänge, als er den Sprung ins kalte Wasser wagte.

Leonte, der selbst sehr früh seine Jugendliebe Sarah ehelichte, hatte schon immer ein Gefühl für die Beziehungen von Menschen und spezialisierte sich sofort auf Hochzeitsfotografie. „Warum weiter suchen, wenn ich das gefunden habe, was mir besonders liegt? Bereits 2018 wurde Leonte nicht nur in Österreich, sondern auch von Paaren aus USA, Polen, Australien, Island, Marokko oder der Schweiz gebucht. „Wenn man auf sozialen Netzwerken wie Instagram regelmäßig aktiv ist, gibt es für Fotografen keine Grenzen mehr. Und ich habe mich natürlich bemüht, sichtbar zu sein“, verrät der Fotograf, der viele Anekdoten von seinen beruflichen Reisen erzählen kann.

© Lukas Leonte

„Ein Kunde aus den USA hat mich engagiert, um auf Island unter einem Wasserfall seinen Heiratsantrag zu fotografieren. Sie hat ja gesagt und anschließend gab es noch einen Helikopterrundflug über die Insel“, lacht Leonte. Das Geheimnis seines Erfolgs? „Die Chemie und das Bauchgefühl müssen von Anfang an stimmen. Als Hochzeitsfotograf bist du irgendwie auch ein Problemlöser und gibst deine Erfahrung an Paare weiter, die in den allermeisten Fällen das erste Mal heiraten.“ Und „du benötigst viel Einfühlungsvermögen und solltest dich selbst darüber freuen, wenn Paare miteinander glücklich sind. Das merken sie sofort, wenn du nicht ein reiner Dienstleister bist, sondern auch ehrliche Emotionen zeigst“, weiß Leonte. Dann, sagt der Linzer, „werden auch die Fotos viel persönlicher und strahlen die Freude und Harmonie eines Paares aus.“

2020 war für Leonte, der großteils mit einer Sony A73 und einer 35-mm-Optik fotografiert, wie für alle Kollegen aus dem Genre Hochzeit „ein großes Krisenjahr“. Von März bis August war völlig tote Hose und insgesamt musste ich zwei Drittel der Shootings auf 2021 verschieben. Aber ich bin grundsätzlich ein positiver Mensch und freue mich schon auf ein anstrengendes Jahr 2021. Aber ich habe den Lockdown auch für mich genutzt und mich weitergebildet.“

Mehr Infos: www.lukasleonte.com

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