FEP als Chance begreifen

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Text & Foto: Friedrich Michael Jansenberger

Die FEP ist seit 1999 eine international anerkannte, nicht gewinnorientierte Organisation für Fotografen und unterstützt diese und vernetzt sich mit ihnen.

Seit  20 Jahren vertritt die FEP über 50.000 professionelle Fotografen europaweit mit international anerkannten Zertifizierungen und einem Qualitätsstandard, der alle Erfahrungsstufen, Fähigkeiten und Kenntnisse widerspiegelt.

Zweimal jährlich finden Zertifizierungen für die Mitglieder statt, die nächste Mitte November in Prag. Es wäre toll, wenn sich österreichische, ausgezeichnete Kollegen finden würden, um uns dort zu vertreten. Wir sind zwar von der Anzahl der Mitglieder die größte Organisation der FEP, haben aber verhältnismäßig wenige Zertifizierungen.

Wer bei den Zertifizierungen teilnehmen möchte, dem biete ich gerne meine Hilfe an: Manchmal sind die Informationen zu den Qualifizierungen auf der Seite der FEP   https://www.europeanphotographers.eu/  schwer verständlich, nicht immer ganz aktuell und natürlich auf Englisch. Wie sollen Bilder präsentiert werden, wie soll man sie verpacken, wie schwer darf das Paket sein, bekomme ich die Bilder wieder retour?

Wie läuft eine Zertifizierung ab:

Die Jury wartet in einem eigenem Raum, bis die Bildstrecke nach den Vorgaben des Fotografen von Helfern aufgebaut ist. Dann betritt sie den Raum, der lichttechnisch perfekt nach Norm ausgeleuchtet wird und beginnt mit der Beurteilung. Niemand spricht oder gibt seine Meinung kund, abgestimmt wird schweigend und schriftlich. Hat der Kandidat bei der ersten Wahl nicht die nötige Mehrheit von zwei Drittel, so erklärt jeder Juror seine Entscheidung vor den Kollegen. Im Anschluß erfolgt eine zweite Abstimmung – diese Entscheidung ist bindend. 

Was viele Kollegen oft übersehen: Eine Bildserie ist eine SERIE – nicht ein paar gute Bilder zählen! Es ist die Einheitlichkeit, das Zusammenspiel der einzelnen Bilder, Stimmung und Farbe oder das klare Erzählen einer Geschichte. Wenn eine Bildstrecke eine Erklärung braucht, dann hat der Fotograf unzureichend erzählt. Wenn die Bilder schlampig bearbeitet wurden oder die Präsentation schlecht ist, dann hat die Serie keine Chance.

Zertifizierungen:

EP European Photographer

Die EP – Qualifikation ist der erste internationale Schritt eines Profis und zielt darauf ab, Kompetenz und professionellen Standard als Berufsfotograf zu zeigen. 12 Bilder online einreichen, Jurierung erfolgt mehrmals im Jahr. Ein EP-Zertifikat ist relativ einfach und entspricht in etwa dem Stand eines Gesellen. Berufsfotografen mit Meisterprüfung können dieses mit dem Nachweis der bestandenen Prüfung einfach anfordern. 

QEP Qualified European Photographer

Die QEP Zertifizierung ist ein Nachweis für Perfektion auf einem speziellen Genre der Fotografie. Die Einreichung einer Bildserie mit 12 Bilder als Prints wird von einer Jury auf fotografische Qualität, Kreativität und Einheitlichkeit der Serie sowie Präsentation beurteilt.

Für den QEP entscheidet man sich für eine Kategorie: z.B. Wedding, Portrait, Commercial, Landscape, Reportage, Architektur, Fashion, Digital Imaging, Food, Industrie, Interior, Nude, Still Life, Wildlife, Reportage. Diese Zertifizierung steht deutlich über dem Titel des Meisterfotografen.

MQEP Master Qualified European Photographer

Mit dem Master Qualified European Photographer – Zertifikat werden Fotografen ausgezeichnet, die hervorragende Kenntnisse ihres Fachs nachweisen können. Die Bildserie für den Master ist eine „Diplomarbeit“ und die höchste Qualifizierungsstufe, die man als Fotograf erreichen kann.

Bei der Einreichung zum MQEP ist ein QEP-Zertifikat Voraussetzung, dabei gibt es keine Kategorien mehr. Einreichung von 20 Bildern als Print. Technische Perfektion, Kreativität und eigenständiger, persönlicher Stil. 7 Juroren, mind. 5 Zustimmungen. Europaweit gibt es nur ca. 70 MQEP.

Infos: Friedrich Michael Jansenberger

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