FOR FOREST

FOR FOREST
by Fotograf Stefan Baumann

Text: Redaktion

Mit dem temporären Kunstprojekt „For Forest“ verwandelten der Schweizer Kunstvermittler Klaus Littmann und Landschaftsarchitekt Enzo Enea das Klagenfurter Wörthersee-Stadion bis Ende Oktober temporäre Kunstintervention in Österreichs größte öffentliche Kunstinstallation.

Inspiriert von „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“, einer Bleistiftzeichnung des  österreichischen Künstlers und Architekten Max Peintner, erweckt FOR FOREST die Vision eines Waldes in einem Stadion zum Leben. Mit dieser monumentalen Installation will Littmann unsere Wahrnehmung der Natur herausfordern und den Blick auf die Zukunft der Mensch-Natur Beziehung schärfen. Das Projekt versteht sich auch als Mahnmal dafür, dass die Selbstverständlichkeit der Natur eines Tages nur noch in ihr speziell zugewiesenen Gefäßen zu bestaunen sein könnte, wie das bereits heute etwa mit Tieren im Zoo der Fall ist.

Mit rund 300 Bäumen, von denen einige bis zu sechs Tonnen wiegen, gestaltete Enzo Enea über das gesamte Spielfeld einen einheimischen, mitteleuropäischen Mischwald. Dieses faszinierende Bild ermöglichte eine völlig neue Perspektive auf den Wald an sich und löste bei den Besuchern ganz unterschiedliche Wahrnehmungen und Reaktionen aus. So rief die „Zweckentfremdung“ des Stadions auch Kritik, besonders aus der Fussballszene, hervor.

Nach dem Ende der Kunstintervention wird der Wald an einem öffentlichen Ort in der Nähe des Wörthersee-Stadions im Maßstab 1:1 sorgfältig verpflanzt und bleibt als lebendige, sich weiter verändernde “Waldskulptur” erhalten. Hierzu entsteht parallel ein Pavillon, in dem das Projekt dauerhaft dokumentiert wird und als open space für Schülern und Studenten genutzt werden kann.

Die bildliche Dokumentation des Kunstprojektes wurde vom Wiener Fotografen Stefan Baumann (www.studiobaumann.com) durchgeführt.